Arbeiten in Deutschland – Womit Sie beginnen sollten
Deutschland ist das beliebteste Ziel für Arbeitsauswanderungen aus Polen. Als EU-Bürger können Sie dort ohne Arbeitserlaubnis arbeiten, aber einige Formalitäten müssen Sie direkt nach Ihrer Ankunft erledigen.
Vor der Abreise
Nehmen Sie einen gültigen Personalausweis oder Reisepass, die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) von der NFZ sowie Dokumente, die Ihre Qualifikationen belegen – Zeugnisse, Zertifikate, Führerschein – mit. Wenn Sie in einem Beruf mit speziellen Berechtigungen arbeiten (z. B. Elektriker, Gabelstaplerfahrer, Schweißer), fragen Sie den Arbeitgeber, ob polnische Qualifikationen ausreichen.
Anmeldung (Meldung)
Innerhalb von zwei Wochen nach Einzug müssen Sie sich beim Bürgeramt anmelden. Sie benötigen einen Ausweis und eine Wohnungsgeberbestätigung vom Vermieter. Wenn die Unterkunft vom Arbeitgeber gestellt wird, hilft dieser meist bei der Anmeldung.
Steuer-ID und Krankenversicherung
Nach der Anmeldung sendet das Finanzamt die Steueridentifikationsnummer (Steuer-ID) zu – der Arbeitgeber benötigt diese für die Gehaltsabrechnung. Bei einer Anstellung in Deutschland sind Sie in der deutschen Krankenversicherung pflichtversichert: Sie wählen eine Krankenkasse, der Arbeitgeber zieht die Beiträge ab.
Bankkonto
Das Gehalt wird meist auf ein Konto überwiesen. Sie können Ihr polnisches Euro-Konto weiter nutzen oder ein deutsches Konto eröffnen – viele Online-Banken richten es innerhalb weniger Tage ein.
Gehalt
In Deutschland gilt ein gesetzlicher Mindestlohn pro Arbeitsstunde. Beim Vergleichen von Angeboten achten Sie auf den Bruttostundenlohn, die Wochenarbeitszeit und Abzüge für Unterkunft.
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